02. - 03. Juni - Axel Rauch, de poedersnelblusser in d´ 34ste Snelheidsprijs van de Noordzee

Hallo equipe37-Team, Oostende war ein überaus erfolgreiches event! 21.000 Zuschauer! Laut Veranstalter wurden etwas über 16.000 Karten verkauft. Zusätzlich konnten etwa 5.000 Zuschauer gezählt werden, welche am Deich über den Zaun geguckt haben. Alles in allem eine gut organisierte, entspannte Veranstaltung.

Zeitungsbericht der lokalen Presse in OstendeVorweg die hard facts: Nichts ging kaputt (incl. Fahrer), die Contis harmonieren gut mit R1 und Axels Fahrstil und die Kupplung hat gehalten. Axel hat an beiden Rennen des 3 Landen Cup und zusätzlich am Superstock 1000 Rennen teil genommen, d.h. an 2 Tagen 4 Trainings und 3 Rennen absolviert und eine ganze Menge km auf dem doch etwas experimentellen Kurs im Hafen von Oostende abgespult.

Dass das event so gut klappen würde, war am Freitag nicht unbedingt absehbar. Maschinenvorbereitung und Anreise hätten glatter laufen können. Die R1 war nicht, wie vereinbart, Freitag um 16h fertig. Offensichtlich wurde einiges dem Zufall überlassen. Zu guter letzt schraubte Axel die Teile selbst zusammen, um schließlich um 18:30 mit Tati in Weiterstadt abfahren zu können. Nail und Smoke reisten aus dem Norden und Osten Deutschlands an, auch diese Anreise war durch Stau und nächtliches Umherirren in Oostende gekennzeichnet.

Um 0:50 konnte schließlich de vriendelijk Hotelier Alain Derbaudrenghien (clicken!) die gesamte #37-Delegation müde, aber glücklich im Hotel "Primula" willkommen heißen.

Am Samstag stand nach der Stellplatzsuche im Fahrerlager und Abrödeln die Vorbereitung der Maschine an, business as usual. Und ein Stoßgebet wegen der nicht getesteten Kupplung. Schon zu früher Stunde verätzte der widerliche Bratmief von holländischen Schlachtabfällen und gemahlenem Separatorenfleisch (Frikandel, Bitterballen) unsere zarten Schleimhäute, jede vorbeiknatternde 500er Zweitakt-SuMo schaffte Linderung der olfaktorischen Qualen. Zum ersten Mal fiel uns ein merkwürdiger, grauer Container, der am Straßenrand abgestellt war, auf. Vor allem, als er von mehreren Herren der Schöpfung anuriniert wurde. Merkwürdige belgische Sitte.

Die Trainings

Das erste Training musste Axel wegen nachlassenden Bremsdrucks abbrechen. Nail und de Chefmonteur Smoke unterzogen die Vorderbremse einer eingehenden maintenance session, nach Entlüften und Einbau neuer Bremsbeläge lief alles wieder 1a. Das Rätsel um die grauen Container wurde beim näheren Hinsehen gelöst: Pipi-Container! (siehe Bild - hinten rechts)

Boxen-Impressionen

Gefahren wurde aber auch

Axel´s Eindrücke von den Trainings: "Der Kurs mit 2,7km Länge ist bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwas über 120km/h, trotz einer Geraden die 240km/h verträgt, sehr ungewöhnlich. Das Infield wird in den Gängen 1-3 gefahren und ist trotzdem oder gerade deswegen sehr selektiv. Zumal der eine oder andere Kanaldeckel bei der Wahl der Ideallinie berücksichtigt werden muss. Als Real Road Racer stören mich die Strohballen unmittelbar am Streckenrand wenig, da bin ich anderes gewöhnt. Meine schnellste Rundenzeit von 1:20,9min lässt noch Luft für Verbesserung."

Der Kurs

Mittags riss der Nebel auf, und die herrlichste belgische Sonne kam zum Vorschein. Perfekt! Abends belohnte sich die equipe dann mit einem opulenten Mahl in einem Oostender Strandlokal. Diverse vis, zur Spülung Chenin Blanc...

De vriendelijk Hotelier Alain Derbaudrenghien erklärte sich bereit, extra wegen uns am So-Morgen um 07:15 Frühstück zu machen. Super Service! Danach ging es ab zum Nordzee Omloop, get ready for race. Die Sonne wartete schon! Selbige veranlasste de Chefmonteur Smoke, jeden sich bietenden SchaTTen aufzusuchen, während der eher südländische Nail zu Hochform auflief und bei der Fahrzeugwartung überhaupt nicht mehr zu bremsen war. Beim ersten Rennen war die Crew noch etwas orientierungslos, Axel wurde in der Startaufstellung statt von Tati von de Chefmonteur Smoke beschirmt. Dann wurde es ernst.

Axel zum ersten Rennen des 3 Landen Cup: "Leider hat nach etwa der Hälfte des Rennens der Bremsdruck nachgelassen, was beim Anker werfen nach der langen Geraden nicht gerade für Vertrauen des Fahrers in das Material gesorgt hat. Platz 21 und Rundenzeiten jenseits von 1:21 können mich nicht zufrieden stellen."

Die R1 lief also fast perfekt, Bremsbelagwechsel, Tanken, Sichtkontrolle und die Japanerin war fertig für die weiteren Rennen. Das ließ und die Zeit, mittags die angebotenen verse vis - plaat für 3 Euro zu testen.

Axel zum zweiten Rennen des 3 Landen Cup: "Mit frischen Bremsbelägen und härter abgestimmter Front war die Fuhre endlich stabiler beim Bremsen. Trotzdem konnte ich die Platzierung und die Rundenzeiten aus dem ersten Lauf nicht verbessern. Die Bedingungen waren perfekt, aber ich habe einfach keinen Lauf gehabt."

De Chefmonteur Smoke und Nail bereiteten die R1 danach für das Superstock 1000 - Rennen vor und verabschiedeten sich vom Nordzee Omloop, Tati und Axel managten das letzte Rennen alleine.

Axel zum Superstock 1000 - Rennen: "Fast perfekt! Für diesen Lauf habe ich den Lenker etwas weiter nach außen gedreht, um im engen Infield das Handling zu verbessern. Auch das mentale Doping durch mein Team nach dem etwas frustierenden 2. Rennen hat gewirkt. Platz 12 und eine schnellste Rundenzeit von 1:19,2min! Der Knoten war endlich geplatzt. Ab Mitte des Rennens habe ich mich Runde für Runde an die beiden Konkurrenten vor mir herangebissen. Auf der 1km-Geraden hatte ich gegen die beiden Suzis nicht den Hauch einer Chance. Nicht überall wo Superstock draufsteht, ist auch wirklich Superstock drin. Im technisch anspruchsvollen Teil der Piste habe ich verlorenen Boden wieder gut gemacht. Aber am Ende hat es einfach nicht gereicht, die Top-Ten Platzierung zu sichern. Ein gelungener Abschluss eines Wochenendes, das am Freitag so schlecht begonnen hatte.

Nächstes Jahr wieder, Ziel: 1:17min!"

 

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