Neuigkeiten

Bördesprint 2009 - von Smoke

Dieses Jahr waren wir wieder zu Gast bei den Motorsport-Freunden Sauerland, die am 2. Mai die 1000 Berge Trophy austrugen. Klingt nach Isle of Man oder doch wenigstens Nürburgring-Nordschleife; tatsächlich fand die Veranstaltung aber im Motopark Oschersleben statt.

Am Freitag traf ich als erster in der Gästewohnung der Oscherslebener Wohnungs-genossenschaft „Neues Leben“ ein, unmittelbar gefolgt von MaTThijs, der direkt aus Holland angereist war. Axel und FloR1 luden unterdessen das Equipment einschließlich neu aufgebauter und für die Langstrecke modifizierter R1 im Fahrerlager ab.

Wir ließen den Abend gemütlich beim „Jugoslawen“ ausklingen, der zwar offensichtlich noch nicht mitgekriegt hat, dass sein Heimatland längst untergegangen ist, aber immerhin so nett war, uns um elf Uhr abends, als alle anderen Gaststätten bereits geschlossen hatten, noch mit köstlichen Spezialitäten vom Balkan zu versorgen (Empfehlung des Hauses: Cordon bleu mit Holland-Käse!!!).

Am Samstag waren noch einige Kleinigkeiten am Motorrad zu verbauen (neuer Endtopf-Prototyp von Laser), ansonsten war die Machine aber durch die Mechaniker und Techniker unter fachkundiger Anleitung von Tom und David bereits perfekt vorbereitet. An diesem Morgen ist auch Greywolf aus Hannover angereist, der die equipe37 wie immer nach dem Motto „In der Ruhe liegt die Kraft“ durch den Tag begleitete.

In den beiden je halbstündigen Trainings haben die Fahrer (MaTThijs und FloR1) noch einige Erkenntnisse hinsichtlich Fahrwerkseinstellungen und Reifen gesammelt. Die konnten dann fürs eigentliche Rennen, einen 4-Stunden-Lauf, auch gut genutzt werden, weil das Wetter, trotz angekündigter Schauer, sonnig blieb.

Das eigentliche Rennen begann mit einem Le-Mans-Start, bei dem MaTThijs seine Ellbogen zur Hilfe nahm, wie es wohl in der holländischen Meisterschaft üblich ist. Interessanterweise war auch das Team YART zu Testzwecken angereist und gleich mit zwei Motorrädern dabei waren (Steve Martin und Igor Jerman). YART hat dann auch, wohl noch im Hochgefühl des Le-Mans-Triumphes, erst mal das gesamte Feld überrundet, selbstverständlich mehrfach, um abschließend aber, als faire Geste gegenüber den vielen Amateur- und Hobbyteams, nach der schwarz-.weiß karierten Flagge den Parc Fermé absichtlich auszulassen und somit ihre Disqualifikation herbeizuführen.

Die equipe37 fuhr derweil ein unauffälliges und souveränes Rennen. Die Boxencrew, bestehend aus Wolf, Axel und mir, hatte einen ruhigen Nachmittag. 3 Tankstopps waren angesetzt. Den meisten Stress hatte dabei Wolf, der immer ins Dorf fahren musste zum Sprit nachfassen. In der letzten Runde von Matthijs’ erstem Turn wurde das Benzin knapp, trotz 23-Liter-Endurancetank. Bleibt zu hoffen, dass das nur an der momentanen Einstellung des Motors liegt, der ziemlich fett läuft, sodass hier noch Luft für Sparmaßnahmen ist.

Letztlich holten unsere Fahrer den Klassensieg und den fünften Platz im Gesamtklassement! Und zwei Pokale! In der Abenddämmerung packten wir unsere Sachen und wollten den Sieg bei unserem Jugoslawen feiern. Dort war allerdings schon der Staubsauger in Betrieb. Also ging’s zum Chinesen, wo wir Ente kloss, Ente süß-sauel, Leis und Pils aus dem Weizen-Glas genossen.

Greywolf verabschiedete sich alsdann, um wieder heimwärts zu fahren. Der Rest der Truppe, zurück in der Gästewohnung, genehmigte sich noch einen Schlummertrunk, um dann am nächsten Morgen um 7:30 Uhr (Sonntag!) die Zelte abzubrechen.

MaTThijs nimmt das Motorrad mit nach Holland, damit es eine letzte Frischzellenkur von David kriegt, Axel und FloR1 fahren nach Hessen und ich besteige den Zug nach Berlin. Für mich war es der erste Rennstreckenbesuch in der gar nicht mehr so neuen Saison; und sofort hatte ich das Gefühl: endlich wieder daheim.

Smoke

 

 

Archiv

klicken Sie hier um zu den aktuellen Neuigkeiten zurück zu gelangen.